Wednesday 24. April 2019

Inhalt:

Mein Gottesbild entwickelt sich

Gottesbilder haben sich im Verlauf der (persönlichen) Geschichte immer wieder gewandelt, weil sich auch unsere Beziehung zu Gott verändert, wandelt, entwickelt. Welche Gottesbilder sind mir vertraut, in welchen Gottesbildern fühle ich mich zu Hause?

Schritt 1: Einleitung

Gott ist größer als wir Menschen ihn uns vorstellen können. Wenn wir glauben, bekommen wir sozusagen ins Blickfeld, was wir Gott nennen. Wir alle haben von Gott gehört und eine Vorstellung davon, was unsere Eltern, Lehrer, Pfarrer und Menschen in unserer Umgebung damit meinen.


Es geht uns aber wie beim Betrachten eines Fotos, das vor längerer Zeit gemacht wurde. Das Bild ist immer das gleiche, aber wir empfinden, wenn wir es wieder anschauen, dass wir manches deutlicher erkennen, es anders beurteilen als früher. Bei uns hat sich etwas geändert seit der Zeit, als das Bild gemacht wurde. Gott bleibt Gott – unabhängig vom Weltenlauf.

Schon in der Heiligen Schrift finden wir aber Zeugnisse, wie verschieden Menschen von Gott gedacht haben:

 

Buch Exodus, 20,4:

Du sollst dir kein Gottesbild machen und keine Darstellung von etwas am Himmel droben, auf der Erde unten oder im Wasser unter der Erde.

 

Evangelium nach Johannes, 1,18:

Niemand hat Gott je gesehen. Der Einzige, der Gott ist und am Herzen des Vaters ruht, er hat Kunde gebracht.

 

Evangelium nach Johannes, 14,6.8-9:

Jesus sagte zu Thomas: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.

Philippus sagte zu ihm: Herr, zeig uns den Vater, das genügt uns. Jesus antwortete ihm: Schon so lange bin ich bei euch, und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Wie kannst du sagen: Zeig uns den Vater?

 

Wir wollen unser Bild von Gott anschauen und dabei prüfen, wieweit es sich gegenüber früher verändert hat.

 

Schritt 2: Austausch - Mein Gottesbild in der Kindheit

Jeder berichtet, wie ihm Gott in der Kindheit erklärt wurde, wie er als Erwachsener diesem Gottesbild treu geblieben ist, oder aus seiner persönlichen Entwicklung und den Lebensumständen von Gott eine andere Vorstellung gewonnen hat.

Keine Diskussion darüber! Jeder Bericht wird zuerst einmal zur Kenntnis genommen.

 

Schritt 3: Diskussion zu Impulsfragen

Unser Leben ist ständig durch Änderungen der Lebensumstände herausgefordert. Gibt es jenseits allen Wandels Bereiche, die für immer gültig sind? (Treue, Ehrlichkeit, Wahrhaftigkeit, …) Müssen nicht auch diese Begriffe im täglichen Leben auf die jeweilige Situation neu ausgelegt werden?

 

Die Beziehung zu Gott kann und wird sich ändern im Verlauf eines Menschenlebens. Es geht nicht um einen neuen Glauben, sondern um eine neue Erfahrung des Glaubens an Gott. Aber: Gottesbilder können Zerrbilder sein. Wie erkennt man die Wahrhaftigkeit des Gottesbildes? Was teilt uns Gott selbst über sich mit? Was teilt uns unser Gottesbild über uns selber mit?

 

Jesus hat Gott seinen „Vater“ genannt. Wir erspüren die Grenzen menschlicher Begriffe, wenn wir über die Liebe Gottes zu uns Menschen sprechen. Akzeptieren wir, wenn Gottes Liebe mit der Liebe von Vater und Mutter zu den Kindern verglichen wird?

 

Schritt 4: Mein Gottesbild heute

Jeder Teilnehmer überlegt sich bis zum nächsten Mal zwei Gleichnisse Jesu, deren Gottesbild er vorrangig zustimmt.

 

 

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