Saturday 20. April 2019

Inhalt:

Vom Vater zum Großvater

Die Rundenunterlage macht die Veränderung der Beziehung zwischen Vater und Kind zum Thema. Was verändert sich in der Beziehung zu meinen Kindern, wenn diese selbst Kinder bekommen? Wie gehe ich mit den Veränderungen um? Wie ist es mir selbst gegangen, als mein Vater zum Opa wurde?

 

Schritt 1: Einleitung mit Lied: Großvater von STS (5 Minuten)

Elternwerden ist mit besonderen Aufgaben verbunden. Die Schwangerschaft ist aber nicht nur für die werdenden Eltern, sondern oft auch für werdende Großeltern ein herausfordernder Entwicklungsprozess. Die Kinder müssen die Beziehung zu ihren Eltern klären, um ein Konzept für eigene Elternschaft zu entwickeln. Die Großeltern fördern diese Entwicklung, indem sie den groß gewordenen Kindern das eigene Leben und die Elternschaft zutrauen. Die Enkelkinder gewinnen mit den Großeltern GesprächspartnerInnen, die sie in Freude und Sorge kontaktieren können.

 

Themen dieses Entwicklungsprozesses können sein:

  • Ablösung vom Elternhaus des Kindes

  • Veränderung der Beziehung zum Kind und Enkelkind

  • Neue Anforderungen durch (hilfesuchende) Kinder

 

Schritt 2: Impulsfragen zum eigenen Nachdenken (10 Minuten)

  • Welche Gedanken gehen mir durch den Kopf, wenn ich mir mein Kind als Vater oder Mutter vorstelle?

  • Was verändert sich in unserer Beziehung zueinander? Muss ich mich jetzt verändern, weil sich die Lebenssituation meines Kindes verändert?

  • Was für ein Opa möchte ich sein?

 

Schritt 3: OPA einst und jetzt (20 Minuten)

Die Teilnehmer erhalten einen Bogen Papier und Zeichenutensilien. Jeder erhält den Auftrag sich an seine/n OPA zu erinnern und diese Erinnerungen als Bild auf der einen Hälfte des Bogens zu Papier zu bringen. Auf die andere Hälfte zeichnen die Teilnehmer ein (Ideal-)Bild von sich selbst als OPA.

 

Schritt 4: Bildpräsentation und Diskussion (30 Minuten)

Jeder Teilnehmer präsentiert seine beiden Portraits und erklärt welche Gedanken und Gefühle ihn während des Zeichnens beschäftigt haben.

 

Schritt 5: Abschlussrunde (5 Minuten)

Jeder Teilnehmer vollendet den Satz „Ein OPA sollte ...“

 

Als Alternative zu den Schritten 3 und 4 kann auch das Ergänzungsblatt OPA-Typen verwendet werden:


Ergänzungsblatt: OPA-Typen

Anstelle des Zeichnens, können auch unterschiedliche OPA-Typen vorgestellt werden. Jeder Teilnehmer schätzt sich dabei selbst ein, welchem OPA-Typ er am ehesten entspricht. Die anderen Teilnehmer machen dies ebenfalls. Am Ende präsentieren die Teilnehmer ihre Fremdeinschätzungen auf FlipChart und der beschriebene Teilnehmer erklärt seine Selbsteinschätzung.

 

a) Der Spiel-Opa rutscht zur Verblüffung seiner Frau mit den Enkeln auf dem Fußboden herum, ist Pferd, Dampfer oder Brücke. Er singt, hüpft und wackelt mit den Ohren, und es ist ihm völlig egal, was die Leute von ihm denken.


b) Der Mecker-Opa hält die heutige Jugend für zu wild und überhaupt für schlecht erzogen. Er braucht seine Ruhe, darf vor allem nicht beim Zeitungslesen oder beim Fernsehen gestört werden. Er sagt wenig, kann aber unvermittelt furchtbar “aus der Haut fahren” , wenn man zum Beispiel über seine Blumenrabatten rennt oder seine Tabakspfeife für den Schneemann benutzt. Zu diesem Opa bleiben die Enkelkinder lieber auf Distanz.


c) Der Chaoten-Opa vergisst bei herbstlichem Nieselwetter, dem Kind einen Anorak anzuziehen, wenn er mit ihm auf den Spielplatz geht. Er füttert den Einjährigen mit Eisbein und Sauerkraut oder klettert mit dem Halbwüchsigen im Schwimmbad über den Zaun, um das Eintrittsgeld zu sparen. Er hat alles vergessen, was früher bei den eigenen Kindern gültig war. Oder will er etwas gutmachen? Die Enkelkinder neigen dazu, von dem, was sie bei diesem Opa gemacht haben, zu Hause möglichst wenig zu erzählen.


d) Der Besserwisser-Opa liegt ständig im Streit mit dem Vater über unnötige Geldausgaben, richtiges Verhalten im Büro oder falsch abgeschlossene Verträge. Er weiß nicht nur alles – er weiß es vor allem besser. Nach Gesprächen mit ihm sind die Eltern gereizt und fauchen wegen jeder Kleinigkeit ihre Kinder an.


e) Der Abenteuer-Opa hat viele Ideen für Unternehmungen, die aber fast immer schief gehen. Wenn er mit den Enkeln zum Tierpark fährt, ist der bestimmt seit Monaten geschlossen. Wenn sie mit dem Zug fahren, hat Opa die Anschlüsse falsch herausgesucht oder sich mit den Zeiten völlig verschätzt. Aber zum Schluss kriegt er alles noch irgendwie hin und verhilft seinen Enkeln zu sehr spannenden Unternehmungen.


f) Der Finanzierungs-Opa lebt selbst sehr sparsam und hält seine Kinder für verantwortungslose Verschwender. Er genießt es aber, wenn sie ihn um Geld bitten müssen, das er mit vielen Vorhaltungen über schlechtes Wirtschaften dann doch immer zuschießt – obwohl er jedes Mal den Eindruck erweckt, dass man ihn mit diesem Ansinnen endgültig an den Bettelstab gebracht hat.


g) Der Reparier-Opa findet überall Dinge, die “dringend mal gemacht werden müssen” . Aus Familien-Kaffeerunden verschwindet er leise, weil ihm alle viel zu viel quatschen. Man findet ihn dann im Keller, wo er gerade ein Regal befestigt oder Werkzeug sortiert. Er sammelt Bretter, Schrauben, Waschmaschinen- und Autoteile und stellt befriedigt aus diesem Fundus zur Verfügung, was man sonst schon wieder neu kaufen müsste.

Vielleicht suchen Sie sich aus diesem Panoptikum eine für Sie passende Rolle heraus. Womöglich finden Sie diese auch bei den Beschreibungen für das andere Geschlecht. Am besten mixen Sie sich einen Cocktail zurecht, ein bisschen von diesem, das meiste von jenem – so wie Sie, Ihre Kinder und Enkelkinder das gerade brauchen!


Quelle: https://www.familienhandbuch.de/elternschaft/groselternschaft/wenn-aus-eltern-groseltern-werden

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