Wednesday 26. June 2019

Inhalt:

Rundenunterlage: Franz Jägerstätter – ein Mann der KMB

Warum ist Franz Jägerstätter für die KMB so wichtig? Die Männerbewegung war eine der ersten Organisationen, die sich intensiv mit Franz Jägerstätter auseinander gesetzt hat. Seit 2007 bietet die KMB jährliche eine Jägerstätter Wallfahrt nach St. Radegund an. Eine Unterlage für Männerrunden, zusammengstellt von Bernhard Steiner.

 

Einleitung

 

Jägerstätter ist ein katholischer Mann.


Jägerstätter stand mit beiden Beinen im Leben. Er war gerade kein weltabgewandter Spinner und religiöse Sonderling, als der er später oft hingestellt wurde. Er wird als ‚lebenslustig und beliebter Mensch‘ beschrieben.

 

Franz Jägerstätter ist für uns auch als Ehemann von Bedeutung. „Ich habe mir nicht vorstellen können, dass Verheiratetsein so schön sein kann“, sagte Jägerstätter einmal zu seiner Frau. Und sie sagte über die Ehe: „Wir haben uns sehr gut verstanden; wir haben einander recht gern gehabt.“ Die beiden sind in den knapp sieben Jahren gemeinsamen Lebens immer auch Verliebte geblieben.

 

In der KMB ist uns unsere Rolle als Väter ganz besonders wichtig, die gegenseitige Ermutigung, unsere Verantwortung als Väter sehr ernst zu nehmen. Und auch dabei könne wir bei Franz Jägerstätter sehen, wie er schon in der damaligen Zeit dieses Rollenverständnis sehr bewusst gelebt hat: Er hat sich über das übliche Maß mit seinen Kindern beschäftigt, auch als sie noch sehr klein waren.

 

Jägerstätter ist für uns ein klares Beispiel, was es heißt, Glauben und Leben in Übereinstimmung zu bringen. Er war kein weltabgewandter Spinner. Er hat sehr bewusst wahrgenommen, was sich in der Gesellschaft und in der Politik ereignete und es sehr klar im Licht seines Glaubens geprüft und eindeutige Konsequenzen in seinem Leben gezogen.

 

Er ist einer von uns, wir können an vielen verschiedenen Facetten seines Lebens anknüpfen. Gleichzeitig stellt er aber unser eigenes Leben immer wieder in Frage, mit der radikalen Konsequenz mit der er  versucht hat den Fragen des Lebens und des Glaubens auf den Grund zu gehen. Und noch mehr in der radikalen Konsequenz, mit der er das, was er in seinem intensiven Nachdenken herausgefunden hat, mit seinem Leben umgesetzt hat.

Wenn wir einander in der KMB ermutigen, Verantwortung in Kirche und Gesellschaft zu übernehmen, wird er uns immer Vorbild sein.

 

Wenn Franz Jägerstätter 50 Jahre später auf die Welt gekommen wäre, dann wäre er heute wohl KMB-Obmann in Radegund. Aber er wäre kein bequemer, pflegeleichter Obmann, sondern ein kritischer und mahnender Obmann.

 

Mögliche Impulse für Männerrunden

  • eine spannende 15-minütige Dokumentation des NDR von 1967
  • die Powerpoint Präsentation „Zivilcourage am Beispiel Jägerstätter
  • ausgewählte Briefe
  • sowie der Artikel 16 aus der Pastoralkonstitution „Gaudium et spes“.

 

Gesprächseröffnung

 

Zur Eröffnung der Diskussion können folgende Fragen hilfreich sein:

  • Was spricht mich an der Person Franz Jägestätter an?
  • Was ist für mich befremdlich?
  • Kann Franz Jägerstätter für mich als Mann Vorbild sein?
  • Wo brauchen wir in der heutigen Zeit eine Haltung wie sie Franz Jägerstätter vorgelebt hat?

 

Elemente zum Abschluss

 

Die Runde kann mit folgenden Elementen abgeschlossen werden:

 

 

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